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"Offenheit, Kreativität und Wahrnehmungsfähigkeit"

Kursangebot in Kooperation mit der "Weserburg" - Museum für zeitgenössische Kunst

Neben einigen anderen Wahlpflichtkursen wird an der Verwaltungsschule auch der Kurs "Offenheit, Kreativität und Wahrnehmungsfähigkeit" angeboten, der eine vielleicht ungewöhnliche Herangehensweise an das Erlangen von beruflichen und persönlichen Kompetenzen darstellt.

Das Konzept für diesen Kurs, der in Kooperation mit dem Museum Weserburg stattfindet, ist erstmalig im Jahre 2000 als Pilotprojekt in die Ausbildungsgänge eingebaut und seither stetig weiterentwickelt worden. Mittlerweile ist der Kurs fester Bestandteil aller Ausbildungs- Curricula.

Doch nicht nur in den Ausbildungsgängen, sondern nunmehr auch in allen Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, die für eine weiterführende Funktionsebene qualifizieren, ist dieser Kurs als fester Bestandteil implementiert.

Die inhaltliche Ausgestaltung orientiert sich dabei an die sich stetig veränderten Anforderungen, die an heutige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes herangetragen werden. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, braucht es unterschiedliche Kompetenzen, die in diesem Kurs vermittelt und gefördert werden sollen.

Dazu werden zwei Bereiche zusammengebracht, die vermeintlich auf den ersten Blick nicht zueinander passen: Zeitgenössische Kunst und Verwaltung. Der Kurs soll allerdings weder die Vermittlung künstlerischer Techniken (wie Aquarelle malen oder Töpfern) zum Inhalt haben noch kunstgeschichtliches Wissen vermitteln, sondern es sollen vielmehr Wahrnehmung sowie Denken und Handeln auf ungewohnten Wegen geübt werden. Dabei soll ein "angstloses" Umgehen mit unbekannten Sachverhalten erlernt werden. Und dazu "bedienen" wir uns der modernen Kunst.

Im Vordergrund steht dabei das Herangehen an ein neues, unbekanntes Problem, das damit verbundene Erkennen von unterschiedlichen Optionen sowie das Beschaffen von Informationen und deren Verwendung. Untrennbar damit verbunden ist in diesem Zusammenhang der Wechsel von Perspektiven, aus der ein Sachverhalt zu betrachten ist und dem Wechsel von inhaltlichen Positionen. Gefördert werden die Fähigkeit zum Erfassen komplexer Zusammenhänge, die kommunikative Kompetenz, Teamarbeit, Überzeugungsstrategien, Beurteilungskompetenz, Methoden- sowie Medienkompetenz und das Einschätzen von eigenen Stärken und Schwächen.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dazu mit ausgewählten Kunstwerken aus der Sammlung des Museums Weserburg. Aus der ersten Kontaktaufnahme und einer eventuellen Verunsicherung werden im Verlauf der intensiven Auseinandersetzung Wege erprobt, sich einer solchen Kunstform zu nähern. Dabei geht es nicht um die Frage, ob moderne Kunst jedem gefallen muss. Vielmehr soll hier die Offenheit erzeugt werden, sich auf etwas einzulassen, zu dem eventuell zunächst einmal kein Zugang vorhanden ist.

Am Ende des Kurses werden die erarbeiteten Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen in Form einer Präsentation einem öffentlichen Publikum vorgestellt. Dazu werden eigene Präsentationsformen entwickelt, mit der die Gruppen "ihr" Kunstwerk den anderen Teilnehmern und ggf. auch Besuchern nahe bringen sollen.