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Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage...

Logo von Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage, jpg, 35.4 KB

... ist eine europäische Jugendinitiative, der sich seit 1995 auch deutsche Schulen anschließen.
Gemeinsam ist allen Schulen europaweit die Grundidee, sich in einem Netzwerk zusammenzuschließen und sich mehrheitlich in einer Selbstverpflichtung darauf zu einigen, aktiv gegen Rassismus vorzugehen.

Die Ausbildungsklasse von Verwaltungsfachangestellten V12 nutzte den 90-jährigen Geburtstag der Verwaltungsschule und die Jubiläumsfeierlichkeiten am 1. Oktober 2013, um aus der Verwaltungsschule eine "Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage" zu machen.

91,8 Prozent der Schulangehörigen -aus Schülerschaft, Lehrköper und Personal- unterzeichneten ein entsprechendes Selbstverständnis. Mit diesen Unterschriften setzen die Schulangehörigen ein Zeichen gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus und für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander und verpflichteten sich gleichzeitig, regelmäßig entsprechende Initiativen und Projekte durchzuführen.

Erste Verwaltungsschule...

Die Verwaltungsschule der Freien Hansestadt Bremen ist die erste - und unseres Wissens auch die einzige - Schule für öffentliche Verwaltung, die sich bisher dieser Initiative angeschlossen hat.

Die Selbstverpflichtung:

Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule eimal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Unsere Paten

Zu dem Projekt Verwaltungsschule - Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage gehören auch Paten; wir sind auf "unsere" Paten ganz besonders stolz:

Marco Bode ...

Bild der Aktion: Werder gegen Rassismus, png, 18.7 KB

In der Bewerbungsphase baten die Schülerinnen und Schüler WERDER BREMEN, das Projekt als Pate zu unterstützen. Der für sein Engagement gegen Diskriminierung und Gewalt mehrfach ausgezeichnete Verein sagte zu und übertrug diese Aufgabe Marco Bode. Werders Ehrenspielführer, Rekordtorschütze und inzwischen auch Aufsichtsratsvorsitzender nahm die Urkunde, die die Verwaltungsschule der Freien Hansestadt Bremen mit dem Titel "Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage" auszeichnet, von Linda Blöchl (Landeszentrale für politische Bildung) entgegen.

...und Hans Koschnick

Hans Koschnick  (rechts) 2007 bei einem Besuch an der Verwaltungsschule anlässlich eines Mitbestimmungsprojektes; v.l. Hilke Wiezoreck (damals Lehrerin), verdeckt Peter Garrelmann (damals GPR), Manfred Jacobi (damals stellv. Direktor), Holger Wendel und Edmund Mevissen (damals GPR-Vorsitzender), jpg, 28.2 KB
Hans Koschnick (rechts) 2007 bei einem Besuch an der Verwaltungsschule anlässlich eines Mitbestimmungsprojektes; v.l. Hilke Wiezoreck (damals Lehrerin), verdeckt Peter Garrelmann (damals GPR), Manfred Jacobi (damals stellv. Direktor), Holger Wendel und Edmund Mevissen (damals GPR-Vorsitzender)

Der zweite Pate unseres Projekts ist Bürgermeister a.D. Hans Koschnik. Hans Koschnik war selbst Schüler und sogar nebenamtlicher Lehrer der Verwaltungsschule. In seinem Grußwort an die Verwaltungsschule betonte er, dass der anfangs stark auf Aufrechterhaltung staatlicher Ordnung ausgerichtete öffentliche Dienst sich nach den bittere Erfahrungen und Missständen totalitärer staatlicher Gewalt bewusst rechtsstaatlich orientiert habe und den Bürgern gegenüber ohne Ansehen von Geschlecht, Abstammung, Religion und Einkommen handele. Er sei dankbar dafür, nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung die Chance gehabt zu haben, einem neuen Gemeinwesen zu dienen.

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Am 21. April 2016 verstarb Hans Koschnick. Die Verwaltungsschule bekundete ihre Trauer u.a. durch diese Anzeige.

SOR/SMC ist Verpflichtung

Linda Blöchl (Landeszentrale für politische Bildung), Marco Bode (Werder Bremen und Pate) und Schüler_innen der VFA 2012 bei der Übergabe des Schildes, JPG, 56.0 KB
Linda Blöchl (Landeszentrale für politische Bildung), Marco Bode (Werder Bremen und Pate) und Schüler_innen der VFA 2012 bei der Übergabe des Schildes

Die am Schulleben Beteiligten verstehen Schule ohne Rassismus als gelebtes Projekt und werden sich jährlich in Aktionen gegen Diskriminierung und Rassismus engagieren.

Über die jährlichen Aktivitäten berichten wir hier: SOR-Aktivitäten