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"Personalmuseum" - Personelles aus dem letzten Jahrhundert...

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Die Angaben für den Zeitraum bis 1975 basieren auf der Dokumentation "Die Verwaltungsschule. Von 1923-1975" (pdf, 8.4 MB) von Jürgen Rohdenburg.)

Die Direktoren

Heinrich (Heinz) E. A. Meyer

"Oberreal-Lehrer"; von der Gründung 1923 (zunächst kommissarisch, ab 1926 endgültig) bis 1933; Entlassung, "da er nicht die Gewähr dafür bietet, daß er sich jederzeit für die nationale Regierung einsetzen werde" (Senatsbeschluss vom 25. Juli 1933)

Karl Böttcher

1933 bis 1943

Während der NS-Zeit war(en) die Verwaltungsschule(n) an die Berufsschule für den Großhandel angegliedert; unabhängig davon war 1934 eine dem "Reichsverband Deutscher Verwaltungs-Akademien" unterstehende Verwaltungsakademie in Bremen gebildet worden.

Julius Lübbren

1943 bis 1945

Lübbren war zuvor als Diplomhandelslehrer erster hauptamtlicher Lehrer der Verwaltungsschule gewesen.

Albert Bartels

von 1946 (zunächst als "Leiter der Verwaltungsbeamtenschule", ab 1948 als "Direktor der Verwaltungsschulen") bis zu seinem Tod 1951

Bartels war ehemaliger Leiter der Heeresfachschule Bremen.

Erhard Halfar

kommissarisch von 1951 bis 1954

Halfar war eigentlich Handelsstudienrat und wurde 1954 Direktor der Wirtschaftsoberschule.

Curt Rein

kommissarisch von [FETT1954] bis 1955

Karl Gillner

von 1955 bis zu seinem Wechsel zur Niedersächsischen Gemeindeverwaltungsschule in Hannover 1958

Hans (Johannes) Kulke

von 1959 bis zu seiner gesundheitsbedingten Versetzung in den Ruhestand 1973

Kulke leitete ab 1970 in Personalunion das Referat "Aus- und Fortbildung" bei der Senatskommission für das Personalwesen.

Dr. Jürgen Prüser

von 1973 bis zu Übernahme der Rektorenstelle bei der neu gebildeten Hochschule für Öffentliche Verwaltung 1979

Die Personalunion Verwaltungsschule/SKP-Referat Aus- und Fortbildung wurde beibehalten.

Klaus-Dieter Fischer

von 1979 bis 2003

Zunächst wurde die Personalunion beibehalten. In die Amtszeit von Klaus-Dieter Fischer fiel jedoch die Gründung des Aus- und Fortbildungszentrums für den Bremischen öffentlichen Dienst und die Neuorganisation der Aufgabenverteilung zwischen Verwaltungsschule und SKP. Fischer wurde in Personalunion Leiter des AFZ.

Foto von Fischer mit Wendel, jpg, 7.7 KB
Klaus-Dieter Fischer bei seiner Verabschiedung am 18.12.2003; hier mit seinem Stellvertreter und späteren Nachfolger Holger Wendel (re.)

Fischers Stellvertreter waren bis 1991 Henning Lühr, der später zunächst bei der SKP und nach der Umressortierung beim Senator für Finanzen Abteilungsleiter und anschließend Staatsrat wurde, sowie sein späterer Nachfolger Holger Wendel.

Bei seiner Verabschiedung nach fast 25-jähriger Verwaltungsschulleitung verliehen Kollegium und Mitarbeiter_innen der Verwaltungsschule dem nebenbei auch langjährigen Werder-Vize und -Präsidenten respekt- und liebevoll die "Ehrenspielführer"-Würde.

Hauptamtliche Lehrkräfte

Zunächst überwog das Nebenamt

Mit hauptamtlichen Lehrkräften wurde anfangs gegeizt. Erst 1928 wurde der erste - auf lange Zeit neben dem Direktor der einzige - Lehrer eingestellt, nach dem Krieg der erste erst wieder 1962. Den Unterricht erteilten zunächst vollständig, später überwiegend nebenamtliche Lehrkräfte aus der Bremer Verwaltung - diese waren aber durchaus hochkarätig besetzt: Erster Staatsanwalt, Landgerichtsdirektor, Oberbaurat, Archiv-Direktor, Regierungsdirektor ... Bevor 1962 der erste hauptamtliche Lehrer eingestellt wurde, erteilten 60 nebenamtliche Lehrkräfte 200 Unterrichtsstunden wöchentlich.

Dass das pädagogisch nicht unbedingt die beste Lösung war, liegt auf der Hand. (Im Streit um die Ressortierung der Verwaltungsschule - Personalamt oder "Senator für das Bildungswesen" - hatte sich der zuständige Oberschulrat Dr. Teuteberg schon 1952 in einem Brief an den Landesschulrat weit aus dem Fenster gehängt mit der sehr zugespitzten These: "Soll ein Verwaltungsbeamter ohne pädagogische Ausbildung die Verwaltungsschule leiten? - Es ist bekannt, daß schulische Veranstaltungen für jugendliche Schüler, die nicht unter pädagogischer Leitung stehen, sich zu reinen Stoffvermittlungsinstituten [Paukeinrichtungen] entwickeln...ein erheblicher Rückschritt...")

Bis heute sind nebenamtliche Lehrkräfte für die Verwaltungsschule unverzichtbar - teils aus Qualitätsgründen, weil sie Praxisbezug verkörpern, teils aber auch aus der Not heraus, weil die hauptamtliche Lehrkapazität nicht ausreicht. Dabei haben sich die Anforderungen verändert - fachliche Kompetenz allein ist nicht mehr ausreichend, sie muss durch pädagogische Kompetenz ergänzt werden. Die Verwaltungsschule bietet entsprechende Qualifizierungen als Fortbildungsmaßnahme an. Dass die Arbeit in der Verwaltung sich tendenziell verdichtet, macht die Gewinnung geeigneter nebenamtlicher Lehrkräfte nicht unbedingt einfacher...

Langjährige Hauptamtler (bis 2000)

  • 1928 - 1943/1945 Julius Lübbren
  • 1962 - 1972 Hans Raschen
  • 1964 - 1979/2003 Klaus-Dieter Fischer
  • 1965 - 1973/1979 Dr. Jürgen Prüser
  • 1965 - 19?? Irmfried Kohlmann
  • 1968 - 1992 Ilse Schweigmann
  • 1970 - 19?? Hermann Kircheisen
  • 1972 - 1979 Bernd Wesche
  • 1972 - 1979 Jürgen Rohdenburg
  • 1974 - 2009 Rainer Kulmann
  • 1979 - 1998 Hans-Georg (Schorse) Schulz (pdf, 121.8 KB)
  • 1979 - 1991 Henning Lühr
  • 1981 - 2013 Manfred Jacobi (pdf, 229.7 KB)
  • 1982 - 1984 Gertrud Janzer-Bertzbach
  • 1982 - 2000 Peter Graff (pdf, 11.1 KB)
  • 1985 - 1994 Jürgen Osenbrück
  • 1991 - 2003/... Holger-Andreas Wendel
  • 1991 - 1992 Werner Brischke
  • 1992 - 2010 Peter Schebb
  • seit 1992 Thomas Gutschy geb. Weber
  • seit 1992 Reinhardt Spieske
  • seit 1999 Petra Eleftherakis
  • 2000 - 2010 Hilke Wiezoreck-Abeke

"nicht-unterrichtendes" Personal

Ohne sie geht gar nichts: Hausmeister, Sekretariate und Vorzimmer, Personal-, Organisations-, Haushalts- und Hausverwaltung, Bibliothek, IT, Druckerei und Mediendienst. Knapp 100 Jahre Verwaltungsschule(n) in Bremen sind auch etliche Generationen Schulverwaltung im weiteren Sinne. Sie alle namentlich zu erfassen, würde den Rahmen sprengen und ist auch deshalb kompliziert, weil die Verwaltungsschule(n) in den unterschiedlichsten Organisationsformen und an den verschiedensten Orten existierte(n), häufig in Verwaltungsunion mit anderen Einrichtungen. Entscheidende Mitarbeiter_innen der Verwaltungsschule gehör(t)en ihr eigentlich gar nicht an. So wie heute, wo für die Verwaltungsschule die Zentralverwaltung des Aus- und Fortbildungszentrums die gemeinsame Serviceeinrichtung ist.