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Bundesweite Kooperation

Kommunale und länderbezogene Ausbildungskompetenz im Austausch

Der Bundesverband der Verwaltungsschulen und Studieninstitute (BVSI) ist ein informeller Zusammenschluss zahlreicher kommunaler und staatlicher (auf Länderebene) Ausbildungseinrichtungen. Jährlich findet an wechselnden Orten eine mehrtägige Bundestagung statt. Die Leiterin des Sächsischen Kommunalen Studieninstituts in Dresden Gesine Wilke ist Sprecherin des Verbandes.
Im BVSI werden Erfahrungen und Standpunkte ausgetauscht. Die Teilnehmenden versuchen, zu gemeinsam bewegenden Fragen auch gemeinsame Antworten zu finden und die Debatte um berufliche Bildung für die öffentliche Verwaltung mitzugestalten. Der BVSI hat sich dafür stark gemacht, den dualen Ausbildungsberuf "Verwaltungsfachangestellte/r" als grundständigen, generalistisch angelegten "Basisberuf" beizubehalten. Gegenwärtig prägen insbesondere die Diskussionen um den Stellenwert und die Anforderungen an den Weiterbildungsabschluss "Verwaltungsfachwirt" bzw. sein tarifrechtliches Pendant "Angestelltenlehrgang II" sowie die dienstbegleitende Unterweisung in dem neuen Beruf "Kaufleute für Büromanagement" die Arbeit.

Föderale Vielfältigkeit

Die kommunale Ausbildungslandschaft ist genau so vielfältig wie die föderale Landschaft insgesamt. Es gibt eigenständige Körperschaften des öffentlichen oder auch des privaten Rechts und es gibt typische Schulen als nichtrechtsfähige Anstalten; es gibt zentrale Lösungen (etwa in Bayern mit einer Verwaltungsschule für Staat und Kommunen) und stark dezentralisierte Strukturen (z.B. in Nordrhein-Westfalen mit mehr als einem Dutzend Studieninstituten); es gibt - etwa in den Stadtstaaten - Verwaltungsschulen, die zugleich Berufsschulen sind und entsprechende hauptamtliche Kollegien haben, und es gibt kleine Institute, die ohne hauptamtliche Lehrkräfte hauptsächlich nebenamtliche Unterweisung organisieren. Es gibt große Institute mit integrierten Hochschulen (Niedersachsen), Schulen, die Teil größerer Einrichtungen wie z.B. Aus- und Fortbildungszentren (Hamburg) oder Akademien (Berlin) sind, und Einrichtungen, wo Ausbildungsbeauftragte von Kommunen den Betrieb quasi nebenamtlich managen.
- Ganz schön unübersichtlich ... und fast zwangsläufig ist damit verbunden, dass auch das Angebot, die Standards und die Anforderungen unterschiedlich sind. Und spätestens an dem Punkt beginnt die ansonsten sehr fruchtbare und angemessene Vielfalt kontraproduktiv zu wirken: Damit Abschlüsse gleichwertig und breit anerkennbar sind, damit Mitarbeiter_innen horizontal und vertikal mobil sein können, muss ein Mindestmaß an Einheitlichkeit gewährleistet sein.

um so wichtiger: Durchblick und Vereinheitlichung

In Ausbildungsfragen agieren eigentlich andere: Tarifparteien (Bund, Länder, kommunale Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften), Dachverbände, Kultus- und Fachministerien, Bundesinstitut für Berufliche Bildung etc. Je schwieriger der Durchblick durch die föderale und kommunale Situation ist, desto wichtiger ist es, dass eine kompetente Stimme ihre Unterstützung anbietet - dieser Aufgabe versucht sich der BVSI zu stellen.

Die Bremer Verwaltungsschule engagiert sich

Mitarbeit im Arbeitskreis "Zukunft der Ausbildung"

Die Verwaltungsschule der Freien Hansestadt Bremen arbeitet im BVSI seit Jahrzehnten - mehr oder weniger regelmäßig - mit. Richtig engagiert wurde die Mitarbeit erst, seit der damals noch neue Bremer Verwaltungsschuldirektor Holger Wendel in den Arbeitskreis "Zukunft der Ausbildung" "berufen" wurde (damals wurde man noch "ausgewählt";-). Seit 2012 ist Holger Wendel Sprecher dieses Arbeitskreises.
Der Arbeitskreis trifft sich drei- bis viermal im Jahr, ist ein bisschen "Thinktank" des Verbandes und zwischen den Bundestagungen manchmal auch operative Einheit.

Website

Der Bundesverband unterhält eine Website, auf der insbesondere über vergangene und geplante Tagungen informiert wird: Bundesverband online