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19. Schulkonferenz 2016/2017

Am 2. Februar 2017 fand die 19. Schulkonferenz statt.
Eingeladen [LINK11765;(Einladung)] waren satzungsgemäß Vertreter*innen aller Klassen, der haupt- und nebenamtlichen Lehrkräfte, des nicht-unterrichtenden Personals, der Ausbildenden und des Gesamtpersonalrats sowie mit beratender Stimme des APR und der Fortbildungslehrgänge, für die die Verwaltungsschule die Verantwortung trägt.
Auf der Tagesordnung standen routinemäßig der Bericht vom letzten und die Planung des laufenden Schuljahres, die Ergebnisse der letzten Selbstevaluation und ein Ausblick auf das kommende Schuljahr. Außerdem war wie immer Raum für aktuelle Anliegen.

"Aktuelles" - im Zentrum mal wieder: Sport...

Schon auf der letzten Schulkonferenz hatte der Sportunterricht eine Rolle gespielt. Thomas Gutschy als zuständiger Fachleiter erläuterte nun die Konzeption, die das Kollegium inzwischen entwickelt hat. Sie zielt auf eine gesundheitsfördernde sportliche Betätigung unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen der teilnehmenden Schüler*innen. Im ersten Ausbildungsjahr steht dabei Ausdauertraining im Mittelpunkt, im zweiten mehr muskuläres Training und im dritten Stressbewältigung. Das zweite Jahr findet, weil wir selbst nicht genügend personelle und Hallen-Kapazitäten haben, in Kooperation mit einem Fitness-/Tanzstudio statt.

Inzwischen gibt es auch eine differenzierte Regelung, wie mit gesundheitlich bedingter Nichtteilnahme am Sport verfahren wird. Angerechnet wird auch die Teilnahme an einem Angebot des ausbildenden AFZ: Wer aus gesundheitlichen und/oder körperlichen Gründen nicht in der Lage ist, am Sportunterricht teilzunehmen, kann im Einzelfall Aquasport-Kurse besuchen.

Verwaltungsschuldirektor Holger Wendel bat um faire Würdigung dafür, dass sich die Schule erhebliche Mühe mache, ein angemessenes Sportangebot zu entwickeln, und den Schüler*innen bei entschuldigter Nichtteilnahme sehr weit entgegenkomme. Umso weniger Verständnis gebe es jedoch für "notorische Sportverweigerer".

Jahresbericht 15/16 und Jahresplanung 16/17

Einstimmig beschlossen

Den Jahresbericht 2015-16 (pdf, 140 KB) hat die Schulkonferenz billigend zur Kenntnisnahme genommen, die Jahresplanung 2016-17 (pdf, 111.1 KB) wurde einstimmig beschlossen.

In seinen Erläuterungen wies Holger Wendel insbesondere auf die Vielzahl und die Vielfältigkeit der Klassen und Lehrgänge hin, in denen die Lehrkräfte im laufenden Schuljahr unterrichten und überwiegend auch prüfen müssen: Berufsschulklassen, dienstbegleitende Unterweisungen, Beamtenausbildungen, Aufstiegsfortbildungen auf drei verschiedenen Qualifikationsebenen ("mittlere", "gehobene" und "höhere" Ebene), Einstiegsqualifizierungen für Quereinsteiger*innen, dazu Fachlehrgänge und einzelne Fortbildungsveranstaltungen. Diese Vielfalt macht die Arbeit abwechslungsreich und interessant, ist aber auch sehr herausfordernd.

Im laufenden Schuljahr muss die Verwaltungsschule 9.965 Unterrichtsstunden (einschließlich Prüfungsanrechnungen) leisten, das sind 2.636 mehr als im Vorjahr - eine Steigerung um 35 Prozent. Grund hierfür sind zum einen das um 11 Tage längere Schuljahr, zum anderen aber auch zusätzliche Klassen und Lehrgänge. Die durchschnittliche tägliche Anforderung steigt von 42,6 Unterrichtsstunden im Vorjahr auf 52,4 in diesem - ein Plus von 23 Prozent und zumindest in diesem Jahrtausend ein Spitzenwert!

Sorgenkind Unterrichtsausfall

Unzufrieden ist die Schulleitung mit dem Unterrichtsausfall speziell in den Berufsschulklassen. Nachdem die Verwaltungsschule jahrelang unter einem Prozent geblieben war, lag der Ausfall 2015/16 bei 3,67 Prozent. Grund sind ganz überwiegend krankheitsbedingte Abwesenheiten der Lehrkräfte, die wegen fehlender Vertretungsreserven trotz erneuter Überstunden nicht vollständig kompensiert werden konnten. Natürlich wird angestrebt, diesen Wert im laufenden Schuljahr zu verbessern; wir wollen wenigstens nicht schlechter dastehen als die Bremer Berufsschulen im Durchschnitt, der im vergangenen Schuljahr mit 2,4 Prozent ausgewiesen wurde.

In der dienstbegleitenden Unterrichtung und in den Fortbildungskursen ist dagegen kaum Unterricht ausgefallen, weil die Stunden in der Regel nachgeholt werden können.

Weitere Schulentwicklungsziele

Bericht und Planung enthalten Ergebnisse und neue Ziele in der Schul- und Personalentwicklung.
Holger Wendel wies u.a. auf folgende Punkte besonders hin:

  • Die dienstbegleitende Unterweisung in dem neugeschaffenen Beruf "Kaufleute für Büromanagement" im öffentlichen Dienst wird erstmalig für alle drei Ausbildungsjahre angeboten. Auch die Abschlussprüfung findet erstmalig statt - wir sind gespannt!
  • Seit 2016 führt die Verwaltungsschule Einstiegsqualifizierungen für Quereinsteiger*innen (EQQ) für neue Mitarbeiter*innen durch, die wegen zusätzlicher Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit dem Zuzug Geflüchteter eingestellt wurden. Zwei fanden im letzten Schuljahr statt, sechs sind es im laufenden.
  • Positive Entwicklungen bei der Ausbildung im Justizvollzugsdienst (JVD): Das gemeinsam mit der JVA und dem Justizressort gestartete Projekt OJA (=Optimierung der JVD-Ausbildung) hat beachtliche erste Ergebnisse produziert und zwei neue Kollegen aus der JVA unterstützen mit jeweils einem Viertel ihrer Arbeitszeit das Kollegium der Verwaltungsschule als JVD-Lehrer.

Zwei eigentlich nicht neue Themen beschäftigen Kollegium und Leitung der Verwaltungsschule in letzter Zeit vermehrt - so sehr, dass beschlossen wurde, sie systematisch anzugehen und Konzepte zu entwickeln:

  • Bei vielen Auszubildenden bedarf es dringend einer Verbesserung der Sprachkompetenz. Mangelhafte Lesekompetenz, mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit und Rechtsschreibung behindern vielfach die Lernfähigkeit, den Prüfungserfolg und absehbar auch die Berufstauglichkeit. Verbesserungsstrategien müssen bei einer engeren Verknüpfung von Sprachkompetenz und Fachunterricht ansetzen.
  • Sozial-emotionale Beeinträchtigungen bei Auszubildenden haben an Umfang und Qualität so zugenommen, dass systematischer und fundierter Bedingungen für einen verantwortungsvollen, professionellen Umgang damit durchdacht und geschaffen werden müssen.

Ausblick 2017/18

Der Senat hat die Ausbildungsplanung für das kommende Jahr bereits beschlossen. 45 auszubildende Verwaltungsfachangestellte (=zwei Klassen) und 9 Justizfachangestellte (=eine Klasse) bedeuten für die Verwaltungsschule erneut einen dreizügigen Ausbildungsjahrgang. Außerdem kommen 24 Justizvollzugsbeamte (=ein Lehrgang) und wieder ein Kurs für die dienstbegleitende Unterweisung von Kaufleuten für Büromanagement. - Die Lehrkapazität muss entsprechend angepasst werden.

Qualität durch Evaluation und Entwicklung

Die Verwaltungsschule führt im Rahmen ihres Qualitätsmanagements regelmäßig Selbstevaluationen durch. Dr. Patricia Grashoff, die stellvertretende Leiterin der Verwaltungsschule, stellte der Schulkonferenz die wichtigsten Ergebnisse der letzten Evaluation vor - viel Licht, aber auch mit einigen Schattenseiten. Beruhigend: Über 80 Prozent der Schüler*innen gehen gern auf diese Schule (es waren auch schon mal über 90%!) und 89 Prozent geben an, dem Unterricht folgen zu können. Unzufrieden sind wir damit, dass immerhin 19 Prozent der befragten Schüler*innen Zweifel haben, ob die Schule sie gut auf den Beruf vorbereitet, und 2 Prozent sogar überzeugt sind, dass das nicht zutrifft. Unbefriedigend auch weiterhin, dass nur 56 Prozent meinen, dass Theorie und berufliche Praxis im Unterricht angemessen verknüpft seien. - Im Gespräch mit den einzelnen Klassen (die Ergebnisse fallen je nach Ausbildungsgang und Klasse zum Teil sehr unterschiedlich aus) werden die Gründe genauer ermittelt und Verbesserungsmöglichkeiten sondiert.

Protokoll...

Das Protokoll (pdf, 140 KB) der Schulkonferenz finden Sie hier.